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GERMAINE DULAC

GERMAINE DULAC
19,90 EUR
inkl. 19 % UST exkl.
Art.Nr.:0007DVD
Lieferzeit: 3-4 Tage

DVD mit drei intensiven Werken aus dem Schaffen der feministischen Regisseurin Germaine Dulac:

- LA SOURIANTE MME BEUDET
- L´INVITATION AU VOYAGE
- LA COQUILLE ET LE CLERGYMAN


LA SOURIANTE MME BEUDET

LA SOURIANTE DE MME BEUDET beruht auf dem gleichnamigen Stück von Amiel/Obey. Thema ist die unglückliche Ehe der zurückhaltenden Mme Beudet in einer Provinzstadt und ihr gescheiterter Ausbruchsversuch aus diesen bürgerlichen Zwängen.
Der minimale Erzählrahmen dieser Geschichte ließ der Regisseurin den Spielraum für eine radikale Subjektivierung und die Wahl ausgefeilter visueller Mittel zur Darstellung der psychologischen und emotionalen Innenwelt der Hauptfigur, deren Konflikte und Zerrissenheit sie bevorzugt durch die damals noch revolutionäre Doppelbelichtung darstellte. Dabei verzichtete sie völlig auf einen linearen Erzählverlauf.

Die Filmmusik von Manfred Knaak entstand erst 2004/05 und sticht zunächst durch die ungewöhnliche Besetzung von Holz- und Blechbläsern, Vibraphon, Marimbaphon, Percussion, Streichern, E-Gitarre, Akkordeon und Singstimme hervor. Diese exotische Zusammenstellung befähigt Knaak, eine Kontrastierung und Vielfältigkeit herzustellen, die die psychologischen Spannungen und Entwicklungen der Handlung in der Musik nacherlebbar macht.
Ferner orientiert sich die Musik auch bezüglich der Phrasierungen bis ins Detail an den Bewegungen und formalen Abschnitten des Films, ebenso wie im französischen Charakter des Tons.
Sie ist auf dieser DVD in einer Aufnahme des ensembleKONTRASTE unter Leitung von Frank Strobel zu hören.


L´INVITATION AU VOYAGE

Zu diesem Film schrieb Germaine Dulac selbst das Drehbuch, inspiriert von einem Gedicht Charles Baudelaires. Auch hier geht es wieder um eine Frau, diesmal in einer Großstadt, die aus ihrem Ehealltag ausbrechen möchte und der sich diese Gelegenheit in Gestalt eines Marineoffiziers tatsächlich bietet.
Wie in LA SOURIANTE MME BEUDET ist es erneut Dulacs Grundanliegen, die psychologische Innenwelt ihrer Hauptperson darzustellen. Dabei entfernt sie sich mit diesem Film noch weiter vom klassischen Erzählkino hin zum abstrakten Kino und arbeitet mit Überblendungen und Assoziationsmontagen.

Die Musik für L´INVITATION AU VOYAGE entstand 2002 und stammt von Catherine Milliken, die dafür eine Besetzung von ausgewählten Bläsern und Streichern, Schlagzeug und Klavier wählte. Auch sie hält sich in ihren Phrasierungen an den formalen Rahmen und den Rhythmus, den der Film vorgibt, ohne ihn jedoch musikalisch zu kopieren. Stattdessen ist eine selbstständige musikalische Erzählung entstanden, die aber - wie der Film - mit Symbolen und Zitaten jongliert.
Das Ensemble Modern unter Leitung von Franck Ollu hat sie für diese DVD eingespielt.


LA COQUILLE ET LE CLERGYMAN

Das Skript zu diesem, als erster surrealistischer Film geltendem Werk schrieb Antonin Artaud in der kurzen Zeit seiner Beschäftigung mit dem Kino. Im Mittelpunkt des Geschehens steht ein junger Kleriker, der sich in wechselnder und zerrissener Beziehung einerseits zu einer unerreichbaren Frau und andererseits zu einem dominanten älteren Mann befindet. Dabei entwickelte Artaud keinen strickten Handlungsverlauf, sondern vielmehr eine Aneinanderreihung und Wiederkehr von Wunschvorstellungen, Phantasien und Verkehrungen. Germaine Dulac hält sich in ihrer Verfilmung detailliert an die Vorgaben Artauds und macht dabei bevorzugt Gebrauch von Filmeffekten. Allerdings fügt sie ihre eigene ironische feministische Lesart ein, die wohl einen Großteil zu dem Skandal der Uraufführung des Films im Februar 1928 beitrug.

Die neue Musik zu diesem bemerkenswerten Film schrieb Iris ter Schiphorst, wobei sie eine außergewöhnliche Besetzung von 12 Musikern, darunter 2 präparierte Klaviere, Keyboard Harfe und E-Gitarre sowie Zuspiel-CDs verwandte. Durch die Erweiterung der tonalen Skala und die Kombination von akustischen und elektronischen Instrumenten schuf sie eine eigene neue Klangfarbe. Ihre Musik besitzt eine gewisse Eigenständigkeit, ohne den Bezug zum Film zu verlieren, an dessen rhythmischer Einteilung sie sich orientiert und dessen optische Verfahren sie in äquivalente musikalische Techniken umsetzt. Die vorliegende Einspielung entstand mit dem Asko Ensemble unter Leitung von Peter Rundel.

 

GERMAINE DULAC GERMAINE DULAC


Diesen Artikel haben wir am Dienstag, 27. Mai 2008 in unseren Katalog aufgenommen.