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ALEXANDER NEWSKI

ALEXANDER NEWSKI
20,99 EUR
inkl. 19 % UST exkl.
Art.Nr.:0017CD
Lieferzeit: 3-4 Tage

Die ursprünglich von Prokofjew intendierte Musikfassung für Eisensteins Monumental-Tonfilm über die Schlacht auf dem Peipussee.

Sergej Eisensteins monumentales Historienepos über den russischen Nationalhelden Alexander Newski beeindruckt nicht nur durch die starke Bildsprache Eisensteins, sondern auch durch eine bis dahin unerreichte vollkommene Übereinstimmung der Bilder mit der Musik Sergej Prokofjews. Die grandios inszenierte "Schlacht auf dem Eise", in der die deutschen Eindringlinge vernichtend geschlagen werden, bildet dabei zweifellos den Höhepunkt.

Der episch angelegte Film erzählt die Geschichte des russischen Nationalhelden Alexander Newski, der im 13. Jahrhundert das russische Volksheer zum Sieg über die von Westen her vorrückenden deutschen Ordensritter führt. Mit großer Grausamkeit gehen die deutschen Eroberer gegen die Bevölkerung vor, foltern, töten und verschleppen. In dieser Situation ist es Fürst Alexander Newski, der die Führung des russischen Heeres übernimmt. Mit Hilfe einer List lockt Newski die Deutschen auf den vereisten Peipussee, wo es zur entscheidenden Schlacht kommt. Nach einem mörderischen Kampf flüchten die überlebenden Feinde, aber unter ihrem Gewicht bricht das Eis des Sees, und sie versinken. Am Ende wird Alexander Newski in Nowgorod gefeiert.

Die Musik zu ALEXANDER NEWSKI entstand in enger Zusammenarbeit von Komponist und Regisseur. Dabei gingen Eisenstein und Prokojew auf zwei entgegengesetzte Weisen vor. Für einige Teile verwirklichte Prokofjew – nach vorheriger Absprache mit Eisenstein – seine musikalischen Vorstellungen und spielte sie auf Tonband ein, so dass sich Eisenstein in seiner Regiearbeit völlig nach der Musik richten musste. In anderen Fällen schrieb der Komponist Musik für bereits gedrehte Szenen. Diese Arbeitsweise ist wohl nicht zuletzt der Grund für die Geschlossenheit des Ausdrucks des Films und seiner Musik.

Prokofjews Musik ist mit Orchester, Chor und Gesangssolistin besetzt und orientiert sich stark an russischen Volksweisen, wie auch der Film stark auf die russische Historie Bezug nimmt. Die Gesanglichkeit der Melodien und die durchsichtige Instrumentierung unterstützen ihre Eindringlichkeit. Entsprechend der Filmhandlung werden zwei thematische Blöcke einander gegenübergestellt: das russische Lokalkolorit einerseits und eine sehr aggressive, monoton rhythmisierte teutonische, "deutsche" Musik andererseits. Im dramatischen Finale der Schlacht werden alle bis dahin eingeführten Themen verarbeitet.

Prokofjew Arbeit an der Filmmusik ging unter Zeitdruck vonstatten. Durch zahlreiche kurzfristige Änderungen und Schnitte im Film musste auch der Komponist Teile der Musik wieder entfernen oder umschreiben, wodurch an einigen Stellen deren Konzeption verloren ging. Zu der Premiere des Films am 23. November 1938 erklang also nicht die ursprüngliche Version der Musik. Hinzu kommt, dass der Komponist die Filmmusik ein Jahr später zu der kürzeren, aber bekannteren, in ihrem musikalischen Charakter sehr viel pathetischeren und massiveren “Kantate” mit veränderter Instrumentierung umschrieb.

ALEXANDER NEWSKI ist zwar ein Tonfilm, enthält jedoch viele lange stummfilmartige Musikpassagen und nur kurze Dialogszenen, die in diese eingegliedert sind. Da die originale Partitur lange Zeit nicht zugänglich und nur die Kantatenform einsehbar war, versuchte man zunächst, die Partitur nach dem Gehör zu rekonstruieren. Leider aber war die Tonspur des Films trotz technischer Sondereffekte, die der Komponist bei der Aufnahme angewendet hatte, in einem sehr schlechten Zustand. Weite Teile wiesen Verzerrungen und Übersteuerungen auf.

Vor einigen Jahren erhielt man endlich Einblick in das Originalmanuskript sowie in Skizzen und Particell und stellte nach Abgleich mit der Tonspur des Films fest, dass das Originalmanuskript nicht die vollständige Musik des Films enthielt. Die fehlenden Teile wurden mithilfe des Skizzen- und Particellmaterials sowie der Kantatenpartitur und teilweise nach dem Gehör rekonstruiert. Dabei wurden Tonart und Instrumentierung der Originalversion angepasst sowie offensichtliche Schreibfehler und ungenaue dynamische und artikulatorische Vermerke verbessert.

Diese neu rekonstruierte ursprünglich von Prokofjew intendierte Fassung kam 2003 im Konzerthaus Berlin zur Welturaufführung und wurde anschließend für diese CD eingespielt.

 


Diesen Artikel haben wir am Donnerstag, 29. Mai 2008 in unseren Katalog aufgenommen.

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